Ich habe Felix und seine 2 Freunde zu einem Kindergeburtstag in das Crown Palace gebracht, einem Luxushotel im Nam Từ Liêm District. Die Fahrt dauerte etwas 40 Minuten und mir wurde bewusst, wie groß Hanoi ist. Die Stadt hat ca. 3400 km² und 7 Mio. Einwohner. Wir waren immer noch im Innenstadtbereich.
Meine Fahrten mache ich hier überwiegend mit Grab. Grab muss man englisch aussprechen, damit es da keine falschen Assoziationen gibt. Grab ist der vietnamesiche Ableger von Uber, dem Fahrdienst, den man per Smartphone organisiert. Für mich ist das superpraktisch, da mein Standort vom Fahrer erkannt wird und ich vorher schon mein Ziel in der App eingebe. Der Fahrer kommt nach kürzester Zeit. Er weiß, wo ich hin will und der Preis wird direkt von meiner Kreditkarte abgebucht. Damit vermeide ich Missverständnisse, die bei falscher Aussprache der Straßennamen schnell entstehen können. Ist ja nicht so einfach mit der Verständigung und englisch sprechen die Fahrer nur selten. Gestern wollte sich ein Fahrer mit mir auf der Rückfahrt unterhalten. Oh je. Jedenfalls wühlte er irgendwann im Handschuhfach und zeigte mir sein Parfüm David Beckham. Dabei strahlte er mich an und ich lächelte nickend zurück.
In Hanoi gibt es arme und reiche Menschen, wie überall auf der Welt, aber der Unterschied wird mir hier viel deutlicher bewusst. Der Geburtstag von Felix‘ vietnamesischem Freund im Crown Plaza war luxuriös. Die Familie wohnt im 19. Stock des Hotels in einer mehrgeschossigen Wohnung. Nach Felix‘ Erzählungen ist der Vater der Manager des Hotels. Es gab für die Kinder einen Clown und einen Zauberer, eine Schaumrutschtour, ein Luftballonzimmer, einen Schusswettbewerb mit Nerfguns (könnt ihr mal googeln), einen Pool und und. Natürlich auch ein Buffet und einige Hilfskräfte. Das Ganze ging von 12 bis 18 Uhr und Felix war recht müde, als er wieder zu Hause war. Ich habe mich mit der Mutter von Hong Ha unterhalten. Eine ganz liebe, bezaubernde Person, die sich sehr für ihren Sohn gefreut hat.
Es gibt hier sehr viele Gegensätze, aber einer ist sicher die Architektur, die Spannung zwischen alt und neu. Ich dachte eigentlich, Hanoi wäre eine Stadt mit wenig Hochhäusern, aber da habe ich mich gründlich geirrt. Hier wird gebaut wie doll, immer höher, immer mehr, immer luxuriöser. Hanoi holt auf und will international mithalten. Bei der Fahrt durch die Stadt sieht man richtige Hochhausviertel. Manchmal ist auf der einen Straßenseite die Moderne und auf der anderen das Alte.




Impressionen aus dem District Nam Từ Liêm




