Essen

Das Wichtigste zuerst: ich habe mit dem vietnamesischen Essen keine Probleme. Die Umstellung war nicht spürbar, mein Körper hat sich nichts anmerken lassen. Allerdings war ich auch heute zum ersten Mal in der Altstadt in einer der typischen Suppenküchen, die es hier am laufenden Band gibt. Mal sehen, wie es mir morgen geht :-).

Während der Woche esse ich abends mit der Familie zu Hause. My (wird Mi ausgesprochen) kocht. Es sind andere Kombinationen als ich sie kenne, aber sie sind leicht und bekömmlich. Heute gab es z.B. einen Nudelauflauf mit Lachs und Spinat. Fleisch gibt es nur selten und wenn, dann separat, weil Anna Vegetarierin ist. Freitags gibt es immer Pho (gesprochen fe mit kurzem e), die typische Nudelsuppe. Die Vietnamesen kochen eher gewürzarm, es ist überhaupt nicht scharf und unterscheidet sich ganz extrem von der thailändischen Küche, die bei uns so verbreitet ist. Schmeckt manchmal eher lasch.

Mittags habe ich mehrere Varianten zur Auswahl, da bin ich alleine unterwegs. Meine Lieblingsmöglichkeit ist 3Sisters bei mir um die Ecke. Die 3 Schwestern kochen jeden Tag Pho, Reis, frische Gemüse, Fisch und Fleisch und ich kann mir mein Essen nach Belieben zusammenstellen. Es ist eine Mischung zwischen Restaurant und Suppenküche mit normalen Stühlen. Das Essen mit Stäbchen geht gut, anders bekommt man die Nudeln auch nicht aus der Suppe, vom Löffel würden sie nur runterrutschen. Dazu trinke ich immer einen frisch gespressten Saft aus Mango, Ananas oder anderen Früchten. Die schmecken überirdisch.

Variante 2 ist ein richtiges Restaurant, wobei ich auch nicht weiß, wie da die Küche aussieht. In Thai Ho, aber auch im Old Quarter, gibt es sehr viele internationale Restaurants jeder Nationalität. Deutsche sind natürlich auch dabei mit Schnitzel und Sauerkraut. Das findet Felix ganz toll. Wir waren da aber noch nicht. Ich habe bislang nur in vietnamesischen Restaurants gegessen.

In teureren Restaurants gibt es Hummer und andere bemitleidenswerte Fische direkt aus dem Aquarium.

Variante 3 ist eine Tüte Chips 🙂 oder geschältes Obst von einer Straßenverkäuferin.

Die am meisten genutzte Variante – die Suppenküche – verdient einen extra Blog.