Die Tiere, die mir in Hanoi als erstes aufgefallen sind, waren Hunde und Hühner. Es ist ja hier manchmal wie auf dem Land.
Nachts bellen 2 kleine Kläffer vom Nachbargrundstück direkt in mein Schlafzimmer. Da kommen Mordgedanken auf; gut, dass ich einen gesegneten Schlaf habe. Ich habe auch schon Menschen mit kleinen Hunden auf dem Arm spazieren gehen sehen, modern sind gerade Pudel, Husky und Chihuahua. Die gehören alle in die Kategorie Verhätschelt.
Einige Hunde werden als Wachhunde gehalten und denen geht es nicht so gut. Sie sind in einem Hof (oder Zwinger?) eingesperrt. Diesen Hunden möchte ich ausserhalb ihrer Behausung nicht unbedingt begegnen. Die größte Gruppe sind die Streuner, die harmlos und meistens sogar irgendwie niedlich sind. Ich habe jedenfalls noch keinen agressiven Hund erlebt. Sie laufen hier überall herum und ernähren sich von Essensabfällen im Müll oder vielleicht auch von Ratten.
Gegessen werden Hunde in Nordvietnam auch. Das folgende Foto habe ich in einer Markthalle gemacht. Hundeliebhaber sollten hier vielleicht besser aufhören, weiterzulesen. Es gibt spezielle Hunderestaurants, die auch von Vietnamesen aufgesucht werden, die einen Hund als Haustier halten. Es besteht angeblich keine Gefahr, dass Hundefleisch in der Pho oder auf dem Teller in anderen Restaurants landet. Wie bei allen anderen Tieren verwerten die Vietnamesen komplett alles. Auch das kann man in den Markthallen sehen. Die Tiere sollen aus Züchtungen kommen, es ist aber nicht auszuschließen, dass es auch Hundefänger gibt. So ganz im Reinen sind die Vietnamesen mit dieser Tradition wohl nicht, weil Hundefleisch niemals auf den Ahnenaltar kommen darf.
Zitat aus der WELT: Das Volkskomitee der Stadt Hanoi hat im Zusammenhang mit der Hundefleisch-Debatte mitgeteilt, dass der Ruf Hanois als „zivilisierte und moderne Hauptstadt“ nicht geschädigt werden darf. Der Handel, das Schlachten und der Verzehr von Hundefleisch habe negative Reaktionen von Touristen ausgelöst. Das Schlachten von Hunden und der Handel mit Hundefleisch soll bis zum Jahr 2021 abgeschafft werden. So hat doch der Tourismus auch sein Gutes.






