Musik

Zu meinem Geburtstag hatte ich einen Besuch im Hanoier Opernhaus geschenkt bekommen. Anna, Rainer und ich haben eine wirklich bunte Mischung verschiedener Musikstile und diverser Komponisten gesehen: Music around the world. Es wurde gespielt, gesungen und getanzt u.a. zu Schwanensee, dem Barbier von Sevilla, Carmen oder dem Radezky Marsch. Das Publikum klatschte mit, filmte mit und war begeistert. Eine etwas undiszipliniertere Stimmung als bei uns und wenig Smartphone Hemmungen. Es hatte was sehr Lustiges. Wir haben uns insgesamt köstlich amüsiert und sind gut gelaunt nach Hause gegangen. Das Opernhaus selber ist so wie man sich ein altes Opernhaus vorstellt, viele Lüster, viel Plüsch und ein Saal mit guter Akustik. Es war schön, einen Abend mit Anna und Rainer zu verbringen.

Musik habe ich schon öfter gehört, ob auf der Straße, bei Veranstaltungen oder in Museen. Ein paar kleine Filme zeigen ein buntes Spektrum – auch mit außergewöhnlichen Instrumenten. Den fröhlichen Film habe ich auf einem Schulfest in Felix‘ Schule gedreht. Da gibt es jede Menge künstlerischer Talente.

Ich wusste nicht, dass es BoneyM. noch gibt. Leider, leider habe ich das Konzert verpasst ;-). Aber die Nachfolgeveranstaltung ist schon angekündigt.

Bus fahren

Ich habe den Cho Hom Markt im Stadtteil Hay Ba Thung besucht. In der Nähe sind der Bay Mau und der Tien Quang See. Mit dem Auto fährt man ca. 40 Minuten. So, das habe ich jetzt nur für mich selber aufgeschrieben, damit ich später mal wiederfinde, wo ich so überall war. Das Interessante an der Gegend war die Ansammlung von Stoff- und Juweliergeschäften. Dazu ein ganzer Markt voller Stoffballen und eine Shopping Mall, in der es nur Schmuck aus Gold und Diamanten gibt. Das ist eigenwillig, dass es immer gleich ganz viel derselben Art gibt.

Als ich dann einen Bus gesehen habe, habe ich mein Vorhaben in die Tat umgesetzt, hier auch mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Eine wunderbare Erfahrung. Bezahlt wird nicht beim Busfahrer, sondern bei einem separat mitreisenden Fahrkartenverkäufer. Gab’s bei uns in den 50er Jahren auch mal. Er hatte allerdings nicht viel zu tun, da die meisten Fahrgäste Monatskarten(?) hatten. Im Bus gab es laute Musik: auf kommunistische Gesänge folgte Cherry, Cherry Lady von Modern Talking, gesungen von einem Vietnamesen. Der Fahrt kostet umgerechnet 25 cent, ist ein Einheitspreis in Hanoi. Der Bus ist einfach, die Sitze hart und jede Bodenwelle ist deutlich spürbar. Diese Linie fährt alle 20 Minuten, manche Strecken werden sogar im 10-Minuten-Rhythmus befahren.