Hoan Kiem See bei Tag und Nacht

Der Hoan-Kiem-See liegt im Zentrum von Hanoi. Jeder Besucher kennt ihn, weil er ein Entspannungspunkt in der wuseligen Altstadt ist. Die dreistöckige Schildkröten-Pagode aus dem fünfzehnten Jahrhundert in der Mitte des Sees ist bis heute das Wahrzeichen von Hanoi. Um die Pagode rankt sich eine Sage, die von einer goldenen Schildkröte, einem armen Fischer und einem Zauberschwert handelt. Sagen sind doch auf der ganzen Welt sehr ähnlich.

Schildkröten haben für den See eine besondere Bedeutung. 1968 wurde eine 2,10 m lange, 250 kg schwere und etwa 400 Jahre alte Schildkröte aus dem See geborgen. Sie ist im Jadeberg-Tempel ausgestellt, den man besichtigen kann, wenn man über die kleine rote The-Huc-Brücke geht. Ich habe leider bei meinem Besuch vergessen, gezielt darauf zu achten. Mal sehen, vielleicht hole ich das noch nach. Im See lebte bis Januar 2016 zudem ein Exemplar einer seltenen Weichschildkrötenart.

Ein Mal habe ich mir die Altstadt auch in der Dunkelheit angeschaut und bin um den See gelaufen. Sobald am Freitag Abend um 19 Uhr die Straßen gesperrt werden, beginnt ein unglaublicher Rummel. In einigen Straßen werden Nachtmärkte aufgebaut und in anderen ist eine Kneipe neben der anderen, hauptsächlich besucht von Touristen. Rund um den See war es ganz schön, aber in der Altstadt war mir entschieden zu viel los. Immerhin habe ich einen sehr leckeren Avocadosaft getrunken, der überhaupt nicht nach Avocado schmeckte.