Ich fange beim Anfang an, auch wenn innerhalb der letzten 24 Stunden schon so viel passiert ist.

Vietnames Airlines kann ich nur empfehlen. CheckIn reibungslos, der Abflug pünktlich um 13.55 Uhr, das Flugzeug modern. Viel mehr Platz hat man aber trotzdem nicht. Ich hatte einen netten Sitznachbarn und in der Reihe vor man unterhielt man sich auf schwäbisch, ob man mit Stäbli auch essen könnte. Die erste Mahlzeit um 14.30 Uhr war typisch vietnamesich :-): Rouladen mit Wirsing und Kartoffelbrei – in einer für Flugzeugverhältnisse ausgezeichneten Qualität serviert von Stewardessen in langen Kleidern. Sehr hübsch. Allerding war ihr Englisch rudimentär, was bei meinem Nachbarn zu einem Missverständnis führte. Er wollte ein Glas Wein und fragte, ob er auch cold wäre. „Oh, you want a wine with Coke. No problem!“. Nach einigem Hin und Her hat er den Wein in der vorhandenen Temperatur getrunken.

Ich hatte zu Hause überlegt, wie die Flugroute ist, aber wenn man die Erdkrümmung nicht berücksichtigt, dann liegt man oft nicht ganz richtig. Wir sind über Rumänien geflogen. Im Bild müsste Transilvanien zu sehen sein. Dann ging es weiter über das Schwarze Meer, Aserbaidschan, Afghanistan, Indien, Nepal und Myanmar, um nur einige zu nennen.
Gegen 16.00 Uhr wurde es drinnen und draußen dunkel. Irgendwann wurde noch ein Abendessen serviert und bis auf einige Turbulenzen und ein Luftloch war alles in Ordnung. Allerdings ist es ein beängstigendes Gefühl, wenn das Flugzeug plötzlich absackt und einige Schreie zu hören sind. Ich brauchte ein bisschen, bis sich mein Herzschlag wieder normalisiert hatte. Die Sonne ging auf, als wir kurz vor Hanoi waren. Als wir im Landeanflug waren und ich aus dem Fenster schaute, hätten wir auch in Frankfurt sein können. Unter uns ein Autobahn, links und rechts grüne Felder und kleine Siedlungen. Es sah auf den ersten Blick gar nicht so anders aus als bei uns. Gelandet bin ich um 6.00 Uhr Ortszeit, für mich war es allerdings Mitternacht.

Am Visum-Schalter ging es schnell. Ernste Gestalten in Militäruniformen, die meinen Reisepass fotografierten, beklebten und 25 Dollar kassierten. Nochmal ein Scan am Immigration-Schalter, dann den Koffer geholt und schon war ich draussen. Rainer und Felix warteten schon. Es war schwülwarm. Im Gegensatz übrigens zu heute, es ist bedeckt und es sieht nach Regen aus.

Was für ein schönes Willkommen 🙂
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