Glücksbotschaften

Bei einer Pagode am West Lake ist seit Tet ein Markt, zu dem viele Vietnamesen aus dem Umland kommen. Er wird wohl demnächst enden, deswegen wollte ich da unbedingt hin. Ich habe nicht einen einzigen Europäer gesehen und wurde von den Vietnamesen wohlwollend ignoriert. Auf dem Markt saßen Männer in roten Umhängen, die mit kalligraphischen chinesischen Schriftzeichen Wünsche für das neue Jahr auf eine Schriftrolle schreiben. Vor allem wird um gute Leistungen der Kinder an der Schule gebeten. Die Schriftrolle wird zu Hause an einem Ehrenort aufgehängt oder es wird gleich eine zum Verschenken angefertigt. Ich habe die ehrenvollen Männer nicht gezählt, aber 100 Kalligraphen habe ich mindestens gesehen.

Daneben konnte man auf dem Markt jede Menge diverser Glückssymbole kaufen. Dem Kitsch waren keine Grenzen gesetzt.

Irgendwann habe ich Hunger bekommen, aber die Essensbeschaffung war für mich nicht zu bewältigen. Es gab jede Menge Stände mit vielen kleinen Stühlen, aber alle waren besetzt. Es gab an jedem Stand die exakt gleichen Gerichte, Shrimps in Teig (?), irgendwas in einem grünem Blatt (?), Fleischspießchen und Suppen. Außerdem wurde man überall bedient und wie sollte ich der Bedienung klar machen, was ich essen will, wenn ich es selber nicht wusste. Von der korrekten Betonung der Gerichte mal ganz abgesehen. Draufzeigen war auch schwierig, da es überall brechend voll war und die Köche um die Töpfe rumwuselten. Am Ende habe ich eine Tüte Chips für 10.000 Dong gekauft, die gibts hier auch. Über das leckere vietnamesische Essen und die phänomenalen Fruchtdrinks berichte ich nochmal extra.

Ein Kommentar zu „Glücksbotschaften

  1. … dass du mir dort nicht verhungerst – oder die nächsten Monate nur von Chips lebst 😉
    Ich wünsche dir eine farbenfrohe Zeit.
    Alles Liebe
    Ingrid 🌻😘

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