Miss Marion und ihr Chauffeur

Am Samstag wurde ich von Herrn Yen und dem Chaffeur Xum in einer schwarzen Limousine vor meiner Haustür abgeholt. Ich kam mir vor wie die Queen. Für 2 Tage sollten das meine Begleiter sein. Herr Yen sieht ein wenig aus wie Ho Chi Minh, der Chauffeur (rechts im Bild) wäre auch als Bodyguard durchgegangen. Herr Yen erklärte mir gleich zu Beginn der Fahrt die Vorzüge des Sozialismus. Angesichts der amerikanischen Limousine (Chevrolet) und einer Person aus dem kapitalistischen Ausland war das erheiternd, was ich natürlich nicht zeigte. Auf dem Foto sieht man uns bei unserem ersten Mittagessen, das ganz ausgezeichnet und sehr vietnamesisch war. Die Spezialität dieser Gegend ist Ziegenfleisch, das mir gut schmeckte. Den Verkauf kompletter toter Ziegen am Straßenrand fand ich später allerdings gewöhnungsbedürftig. Ich lernte einiges über vietnamesische Tischsitten und was man mit was zusammen essen muss. Wir verständigten uns in Vietnam-Deutsch, da Herr Yen in den 70er Jahren 7 Jahre in der Nähe von Dresden gelebt hat. War nicht immer ganz einfach.

Die Fahrt ging zuerst zu nach Hoa Lu, einer antiken Königsstadt mit 2 Tempeln. Überall, wo es schön ist und es was zu sehen gibt, sind viele Touristen, vorzugsweise aus anderen asiatischen Ländern. Ich werde nicht viel zu den Königen, ihren Frauen und Generälen sagen, wen das interessiert, findet im Internet genug Informationen dazu.

Weiter ging es nach Trang An. Hier war richtig was los, was angesichts der Attraktion auch kein Wunder ist. Eine 3stündige Paddeltour auf einem Fluss durch verschiedene Höhlen, zu 2 Tempelanlagen und dem Filmset von King Kong: Skull Island ist schon was besonders. Den in der Reiseübersicht versprochenen clear blue sky gab es aber nicht ;-). Heiss war es trotzdem, so dass ich ihn nicht sehr vermisst habe.

Eigentlich sollte es an diesem Tag laut Plan noch eine Fahrradtour geben, aber es war schon nach 17 Uhr, als wir in Ninh Binh ankamen. Das Hotel Emaralda war beim ersten Anblick so traumhaft schön, dass ich mich entschied, lieber schwimmen zu gehen und mich in der Anlage umzuschauen. Das Hotel hat wunderbare, große Zimmer, mehrere Pools und ein wunderschönes Restaurant. Es liegt ruhig inmitten üppiger Natur. Also ein Hotel für romantische Tage. Fotos gibt es im Internet genug.

Es war sehr bequem, überall ein Auto mit einem netten Chauffeur zu haben. Ich hatte so noch nie Urlaub gemacht und kam mir manchmal etwas fremd dabei vor. Mir fehlten auch einfach ein paar nette Menschen zum abendlichen Plaudern.

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